13. April 2021

Online Azubis und Mitarbeiter finden und ansprechen


In Zeiten der Digitalisierung und des demographischen Wandels stehen Unternehmen vor ganz neuen Herausforderungen beim Besetzen von freien Stellen. Auf klassischen Wegen wie beispielsweise Zeitungsanzeigen erreichen sie kaum noch Auszubildende oder gut ausgebildete Fachkräfte. Hohe Streuverluste, teure Anzeigen ohne garantierte Reichweite und Sichtbarkei bei hohen Kosten stellen Unternehmen vor Probleme – und frei bleibende Stellen. Die Lösung: Online Recruiting. Digital Recruiting. Social Recruiting.

Warum herkömmliche Bewerbersuchen nicht mehr funktionieren

Online Stellenportale wie Monster und Stepstone, Unternehmensseiten bei Xing und LinkedIn, Karriereportale auf der Unternehmenswebsite… es gibt viele Möglichkeiten, offene Stellen online zu präsentieren. Die Kosten und Messbarkeit dieser Bemühungen sind sehr unterschiedlich – die Erfolge ebenso. Ein weiteres Problem: Auf diese Art und Weise werden nur die Nutzer angesprochen, die auch aktiv auf der Suche sind. Sind es nicht gerade die High Potentials in fester Anstellung, die interessant für Unternehmen sind? Ist nicht der Pull-Effekt, das Überzeugen eines idealen Mitarbeiters, der beim Marktbegleiter aber leicht unzufrieden ist, nicht viel sinnvoller? Ein Großteil der Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt entsteht aus ungekündigter Stellung: Mitarbeiter sind unzufrieden, aber gar nicht aktiv auf der Suche, oder aber zufrieden und dennoch offen für Angebote…

Viele Unternehmen wissen gar nicht, wo sie ihre Wunsch-Mitarbeiter tatsächlich finden. Zeitungsanzeigen und klassische Stellenportale mit einheitlichen, klassischen Stellenanzeigenals Pull-Medien funktionieren immer schlechter – insbesondere in einer Zeit, in denen mit dem Hinweis auf Obstkörbe in der Stellenanzeige schon lange keine hochausgebildete Fachkraft mehr hinter dem Ofen wegzulocken ist.

Social Recruiting: Für Menschen, mit Menschen

Statt harten Faktoren sind es die soften Argumente, die die Generation Y überzeugen: Familienfreundlichkeit, eine gute Atmosphäre und weiche Benefits sind oftmals wichtiger als das reine Gehalt. Beim Transport genau dieser Botschaften stoßen Tageszeitungen und Job-Portale an ihre Grenzen. Karriereseiten können hier punkten, entweder bei den aktiv Suchenden oder als Zielseiten von Werbung, denn:

Die Lösung ist es, Social Media als Stellenmarkt nutzen – sowohl im organischen Content als auch mit bezahlten Werbeanzeigen. Zum einen erreichen Unternehmen ihre Zielgruppe durch clevere Zielgruppeneinstellungen, zum anderen können sie auf sich aufmerksam machen und das Interesse der Menschen wecken, wenn diese gerade auf dem Sofa liegen und durch Instagram surfen. Hier wird auch klar, was das bedeutet: Das Foto einer Stellenanzeige aus der Tageszeitung auf den ansonsten toten Instagram-Account hochzuladen ist nur bedingt zielführend für ein Unternehmen.

Employer Branding 2021: Message und Medium neu denken

Wer in den sozialen Netzwerken punkten will (und das gilt für Instagram und Facebook für die ältere Zielgruppe genauso wie für Tiktok und Snapchat für die Azubi-Suche), der muss Aufmerksamkeit generieren, authentisch sein und ganzheitlich denken. Diese Form der Mitarbeitergewinnung ist langfristig angelegt – und geht im Grunde auch über die reine Gewinnung von neuen Mitarbeitern mit einer kurzfristigen Stellenanzeige in “Facebook Jobs” hinaus. Das Image eines Unternehmens als Arbeitgeber formt sich nicht durch drei Posts und einer Werbeanzeige, sondern durch kontinuierliche Arbeit über sämtliche Kanäle und Medien hinweg. Erfahrungsberichte von Mitarbeitern, durch Zitate oder – noch besser – in Videos präsentiert, angereichert mit charmantem, Aufmerksamkeit erregenden Storytelling sind beispielsweise ein gutes Mittel. Es geht darum, sich als Arbeitgeber, als Unternehmen, als Geschäftsführer und Teamleiter persönlich, authentisch und sympathisch zu präsentieren – ohne Tischkicker und Schaukel. Sie wollen Menschen ansprechen und auch oder gerade in Zeiten von Home Office ist Zwischenmenschlichkeit und Sympathie ein hohes Gut.

Wer online und in den sozialen Netzwerken neue Mitarbeiter finden will, der ist aber nicht nur mit organischem Content und redaktionellen Beiträgen gut beraten. Mit bezahlter Werbung und hervorgehobenen Beiträgen können Fachkräfte oder Auszubildende mit den Unternehmen zusammengebracht werden – zielgruppengenau, schnell, kostengünstig und messbar. Und zwar genau dort, wo sie sich gerade aufhalten: in den sozialen Medien! Hier herrscht leichter Zugang, eine hohe Aufgeschlossenheit und eine niedrigere Hemmschwelle. Mit entsprechenden Tools lassen sich so Bewerbungen automatisch ausgefüllt innerhalb weniger Sekunden abschicken. So kann aus passiven Bewerbern und eigentlich gar nicht auf der Suche Gewesenen der nächste ideale Mitarbeiter werden.

Karriereportale als ideale Zielseite

Entscheidend ist aber nicht nur gut gemachte Werbung, die richtige Ansprache und das perfekte Bild, sondern auch die eigentliche Zielseite. Also dort, wo der Interessent nach dem Klick landet. Unternehmen sind gut beraten, wenn sie professionell gestaltete Landingpages anbieten, die perfekt auf die Anzeige und denjenigen, der sie geklickt hat, zugeschnitten sind – am besten in einem Karriereportal. Hier kann der potentielle Bewerber idealerweise sämtliche Stellenanzeigen, Mitarbeiterbewertungen, Erfahrungsberichte und vieles mehr sehen. Das Unternehmen kann sich als spannender, attraktiver Arbeitgeber präsentieren und hat jederzeit Einfluss auf die Inhalte, den Bewerbungsprozess und den Datenschutz. Angeschlossen an entsprechende HR- bzw. Personal- und CRM-Software bleibt das System also in sich geschlossen. Eine ideale Kombination, wenn Social Media organisch und werblich genutzt wird und die eigene Unternehmensseite mit einem Karriereportal endlich den Visitenkarten-Charakter verliert. Oder wie wäre es, wenn Sie bei der nächsten Jobmesse extra dafür inhouse eine Landingpage mit spannenden und aussagekräftigen Inhalten erstellen können? Oder wenn Sie den perfekten Kandidaten mit einer personalisierten Landingpage persönlich ansprechen können und ihm sein neues Team und spannende Projekte aus dem Pool der Website-Inhalte aufbereiten können?